Freitag, 31. Januar 2014

Welcher Skelettfund eines Mammuts aus Deutschland ist am größten?

Mammutdarstellung von 1872

Frage: Welcher Skelettfund eines Mammuts aus Deutschland ist am größten?

Antwort: Unter den bisher in Deutschland entdeckten Mammuten ist das 1985 im Ortsteil Höpfling von Siegsdorf bei Traunstein ausgegrabene 3,60 Meter hohe Skelett am größten. Darauf weist der Wiesbadener Wissenschaftsautor Ernst Probst in seinem Taschenbuch „Das Mammut“ (GRIN-Verlag, München) hin. In Deutschland hat man bisher Tausende von Zähnen und Knochen vom eiszeitlichen Wollhaar-Mammut entdeckt, aber nur sechs komplette Skelette. 1903 fand man in Klinge bei Cottbus (Brandenburg) ein rund 2,75 Meter großes Mammutskelett. Ein weiteres Mammutskelett kam im Winter 1908/1909 bei Borna nahe Leipzig (Sachsen) zum Vorschein. Man stellte diesen etwa 3,20 Meter hohen Fund im „Völkerkundemuseum“ in Leipzig aus, wo er während des Zweiten Weltkrieges zerstört wurde. Im Juni 1910 barg man in einer Tongrube bei Ahlen (Nordrhein-Westfalen) ein 3,20 Meter hohes und 5,50 Meter langes Mammutskelett. Dieses „Mammut von Ahlen“ oder „Münster-Mammut“ ist heute im Geomuseum der Westfälischen Wilhelms-Universität in Münster zu sehen. 1936 gelang an der Autobahn Koblenz-Trier bei Polch (Rheinland-Pfalz) die Entdeckung eines schätzungsweise 3,20 Meter hohen Mammuts. 1953 kam im Braunkohletagebau „Pfännerhall“ bei Braunsbedra im Geiseltal bei Merseburg (Sachsen-Anhalt) das „Mammut von Pfännerhall“ ans Tageslicht. Das rund 3 Meter hohe „Mammut von Pfännerhall“ kann man im „Landesmuseum für Vorgeschichte“ in Halle/Saale betrachten. 1975 entdeckte der 16-jährige Bernard Raymond von Bredow in einem Bachbett im Ortsteil Höpfling von Siegsdorf eine Rippe von einem Mammut, dessen komplettes Skelett erst zehn Jahre später ausgegraben wurde. Skelettrekonstruktionen dieses Fundes sind eine Attraktion im 1991 gegründeten Museum „Mammutheum“ und im 1995 eröffneten „Naturkunde- und Mammutmuseum Siegsdorf“.

Bestellung des E-Books oder Taschenbuches „Das Mammut“ beim „GRIN-Verlag“:

Montag, 27. Januar 2014

Wie kam die Riesenpforte des Wiener Doms zu ihrem Namen?

Mammutdarstellung von 1872

Frage: Wie kam die Riesenpforte des Wiener Doms zu ihrem Namen?

Antwort: Der Name der Riesenpforte an der Westseite des Wiener Stephansdoms fußt nicht auf deren besonderer Größe, sondern darauf, dass in ihrer Nähe einst Mammutknochen gehangen haben. Dies berichtet der Wiesbadener Wissenschaftsautor Ernst Probst in seinem Taschenbuch „Das Mammut“ (GRIN-Verlag, München). Laut einer Legende stammen die Mammutknochen, die im Mittelalter in Wien entdeckt wurden, von Riesen, die beim Bau des Stephansdoms mithalfen und dort sogar zur Taufe gingen. Als Reste von Riesen fehlgedeutet wurden auch Mammutzähne und -knochen, die 1645 beim Ausheben eines Grabens durch schwedische Soldaten in Krems an der Donau zum Vorschein kamen. Außer einem großen Riesen stieß man dort angeblich auf Reste von zwei kleineren Riesen.

Bestellung des E-Books oder Taschenbuches „Das Mammut“ beim „GRIN-Verlag“:
http://www.grin.com/de/e-book/267615/das-mammut

Dienstag, 21. Januar 2014

Gab es verschiedene Mammute?

Mammutdarstellung von 1872

Frage: Gab es verschiedene Mammute?

Antwort: Wenn Laien vom Mammut sprechen, meinen sie meistens das Wollhaar-Mammut (Mammuthus primigenius) aus der Zeit vor etwa 300.000 oder 250.000 bis vor rund 4.000 oder 3.700 Jahren. Es gab aber auch das Mammut Mammuthus subplanifrons, außerdem das  Afrikanische Mammut (Mammuthus africanavus), das Südmammut (Mammuthus meridionalis), auch Urmammut genannt, das Steppenmammut (Mammuthus trogontherii), das Sungari-Mammut (Mammuthus sungari) und das Amerikanische Präriemammut (Mammuthus columbi), auch Kolumbisches Mammut genannt. Das Südmammut bezeichnete man früher als Südelefant und das Steppenmammut als Steppenelefant. Auf manchen Inseln existierten Zwergmammute wie das Kreta-Zwergmammut und das Sardinien-Mammut im Mittelmeer sowie das Kanalinseln-Mammut vor der Küste von Kalifornien. Über diese Mammute und andere Elefanten  informiert das 620-seitige Taschenbuch „Das Mammut“ des Wiesbadener Wissenschaftsautors Ernst Probst in Wort und Bild.

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Buchtipp:
Ernst Probst: Das Mammut

http://www.grin.com/de/e-book/267615/das-mammut

Montag, 20. Januar 2014

Warum gibt es kein Mammutprojekt?

Frage: Warum gibt es kein Mammutprojekt?

Antwort: Das Wollhaar-Mammut (Mammuthus primigenius) aus der Zeit vor etwa 300.000 oder 250.000 Jahren bis vor etwa 4.000 oder 3.700 Jahren war nicht der größte Elefant. Deshalb sind Begriffe wie Mammutprojekt oder Mammutaufgabe im Sinne etwas besonders Großen unzutreffend. Die größten männlichen Wollhaar-Mammute erreichten eine Schulterhöhe bis zu 3,75 Metern. Größer waren Steppenmammute (bis 4,70 Meter), Südmammute (mehr als 4 Meter) und sogar heutige Afrikanische Elefanten (bis 4 Meter.

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Buchtipp:
Ernst Probst: Das Mammut
http://www.grin.com/de/e-book/267615/das-mammut

Samstag, 18. Januar 2014

Wer hat als Erster das Mammut beschrieben?



Video: "Bücher von Ernst Probst über Tiere aus dem Eiszeitalter" von "urzeit" bei "YouTube"
http://www.youtube.com/watch?v=BxZNaoWRElQ

Frage: Wer hat als Erster das Mammut beschrieben?

Antwort: Der deutsche Anatom, Zoologe und Anthropologe Johann Friedrich Blumenbach (1752-1840) hat 1799 als Erster das Wollhaar-Mammut wissenschaftlich beschrieben. Er nannte es damals Elephas primigenius ("Erstgeborener Elefant"). Noch zu Lebzeiten von Blumenbach hat 1828 der englische Biologe und Anatom Joshua Brookes (1761-1833) den heute für das Wollhaar-Mammut gebräuchlichen Gattungsnamen Mammuthus eingeführt. Das Wollhaar-Mammut heißt seitdem Mammuthus primigenius.

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Buchtipp:
Ernst Probst: Das Mammut
http://www.grin.com/de/e-book/267615/das-mammut

Seit wann gibt es den Namen Mammut?

Frage: Seit wann gibt es den Namen Mammut?

Antwort: Den Begriff Mammut kennt man seit dem 17. Jahrhundert in Europa. Dieser Name wurde hier vermutlich durch den Amsterdamer Bürgermeister und Regenten Nicolaas Witsen (1641-1717) eingeführt, der 1666 mit einer niederländischen Gesandtschaft nach Moskau gekommen war. Er veröffentlichte 1692 einen Bericht über seine Reise nach Nord-Sibirien und erwähnte bereits in der ersten Auflage das "Mammout" oder "Mammut".

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Buchtipp:
Ernst Probst: Das Mammut
http://www.grin.com/de/e-book/267615/das-mammut

Wann lebte das letzte Mammut?

Frage: Wann lebte das letzte Mammut?

Antwort: Das letzte Wollhaar-Mammut (Mammuthus primigenius) lebte vor etwa 4.000 oder 3.700 Jahren auf der sibirischen Wrangel-Insel im Arktischen Ozean.

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Buchtipp:
Ernst Probst: Das Mammut
http://www.grin.com/de/e-book/267615/das-mammut

Wie groß ist das Mammut?



Video: "Bücher von Ernst Probst über Tiere aus dem Eiszeitalter" von "urzeit" bei "YouTube"
http://www.youtube.com/watch?v=BxZNaoWRElQ

Frage: Wie groß ist das Mammut?

Antwort: Das größte männliche Wollhaar-Mammut (Mammuthus primigenius) aus dem Eiszeitalter erreichte eine Schulterhöhe von 3,75 Metern. Weibliche Tiere waren merklich kleiner.Größer als das Wollhaar-Mammut wurden das mehr als 4 Meter hohe Südmammut (auch Urmammut genannt) und das maximal 4,70 Meter hohe Steppenmammut (früher als Steppenelefant bezeichnet).

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Buchtipp:
Ernst Probst: Das Mammut
http://www.grin.com/de/e-book/267615/das-mammut

Welches Buch informiert umfassend über das Mammut?

Frage: Welches Buch informiert umfassend über das Mammut?

Antwort: Das Taschenbuch "Das Mammut" (Mit Zeichnungen von Shuhei Tamura" des Wiesbadener Wissenschaftsautors Ernst Probst informiert auf 620 Seiten in Wort und Bild umfassend über das Wollhaar-Mammut (Mammuthus primigenius) aus der Zeit vor etwa 300.000 oder 250.000 bis vor rund 4.000 oder 3.700 Jahren.

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Buchtipp:
Ernst Probst: Das Mammut
http://www.grin.com/de/e-book/267615/das-mammut

Wann hat das Wollhaar-Mammut gelebt?

Frage: Wann hat das Wollhaar-Mammut gelebt?

Antwort. Das Wollhaar-Mammut (Mammuthus primigenius) hat vor etwa 300.000 oder 250.000 Jahren bis vor etwa 4.000 oder 3.700 Jahren gelebt. Die letzten bekannten Wollhaar-Mammute lebten auf der sibirischen Wrangel-Insel.

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Buchtipp:
Ernst Probst: Das Mammut
http://www.grin.com/de/e-book/267615/das-mammut

Wie hoch ist das größte Mammut?

Frage: Wie hoch ist das größte Mammut?

Antwort: Das größte männliche Wollhaar-Mammut (Mammuthus primigenius) aus dem Eiszeitalter erreichte eine Schulterhöhe von 3,75 Metern. Weibliche Tiere waren merklich kleiner.

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Buchtipp:
Ernst Probst: Das Mammut
http://www.grin.com/de/e-book/267615/das-mammut

Wer ist Mr. Mammoth?

Frage: Wer ist "Mr. Mammoth?"

Antwort: Als "Mr. Mammoth" wird der niederländische Mammut-Experte Dick Mol aus Hoofddorf bezeichnet. Er ist ehrenamtlicher wissenschaftlicher Mitarbeiter für fossile Säugetiere am „Natuurhistorisch Museum Rotterdam“. Er arbeitete bei zahlreichen Ausgrabungen in Europa, Asien (Sibirien) und Nordamerika (Kanada) mit, bei denen man Mammute und andere Tiere aus dem Eiszeitalter barg. Außerdem sammelte er Funde von Eiszeittieren, die beim Fischfang in der Nordsee, die zeitweise Festland („Nordseeland“) gewesen war, ins Netz gehen, schrieb zusammen mit renommierten Forschern Aufsätze und Bücher, hielt Vorträge und war oft im Fernsehen vertreten. Seit 2000 ist er leitendes Mitglied und
Koordinator des wissenschaftlichen Teams von „CERPOLEX/Mammuthus“, das sich der Erforschung der eiszeitalterlichen Fossilien der Halbinsel Taimyr in Sibirien widmet. Sein enormes Wissen über Mammute hat ihm den respektvollen Spitznamen „Mister Mammoth“ eingetragen.

Buchtipp:
Ernst Probst: Das Mammut
http://www.grin.com/de/e-book/267615/das-mammut

Mittwoch, 9. März 2011

Wo kann man eine Biografie über Johann Jakob Kaup kaufen?

Interview mit dem Wiesbadener Wissenschaftsautor Ernst Probst

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Frage: Wo kann man eine Biografie über Johann Jakob Kaup kaufen?

Antwort: Eine 256-seitige und reich bebilderte Biografie des Darmstädter Naturforschers Johann Jakob Kaup (1803-1873) ist bei "Libri" unter der Internetadresse http://www.libri.de/shop/action/productDetails/14652612/ernst_probst_johann_jakob_kaup_der_grosse_naturforscher_aus_darmstadt_3640849167.html erhältlich.

Dienstag, 11. Januar 2011

Wie heißt der kleinste Dinosaurier?

Interview mit dem Wiesbadener Wissenschaftsautor Ernst Probst

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Frage: Wie heißt der kleinste Dinosaurier?

Antwort: Zu den winzigsten Dinosauriern der Erde gehört der kleine Raub-Dinosaurier Parvicursor (Schneller Läufer) aus der Kreidezeit vor etwa 81 bis 74 Millionen Jahren. Er war von der Kopf- bis zur Schwanzspitze kaum 40 Zentimeter lang, wog schätzungsweise nicht mehr als 200 Gramm und lebte in der Mongolei.

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Literatur:
Ernst Probst: Raub-Dinosaurier von A bis Z

Montag, 3. Januar 2011

Wer war der größte Dinosaurier?

Interview mit dem Wiesbadener Wissenschaftsautor Ernst Probst

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Frage: Wer war der größte Dinosaurier?

Antwort: Der größe Dinosaurier war der pflanzenfressende Elefantenfuß-Dinosaurier Argentinosaurus aus der Kreidezeit vor etwa 110 bis 95 Millionen Jahren in Argentinien (Südamerika). Er erreichte eine Länge bis zu 40 Metern, eine Schulterhöhe bis zu neun Metern und ein Lebendgewicht von schätzungsweise 100 Tonnen.

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Literatur:
Ernst Probst: Dinosaurier von A bis K
Ernst Probst: Dinosaurier von L bis Z
Ernst Probst: Raub-Dinosaurier von A bis Z

Samstag, 1. Januar 2011

Warum haben Sie ein zweibändiges Lexikon über Dinosaurier geschrieben?

Interview mit dem Wiesbadener Autor Ernst Probst:

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Frage: Warum haben Sie ein zweibändiges Lexikon über Dinosaurier geschrieben?

Antwort: Meine Bücher "Dinosaurier von A bis K" und "Dinosaurier von L bis Z" habe ich für meine Enkel Max und Paula geschrieben und sie ihnen gewidmet, weil sie sich sehr für Dinosaurier interessieren.

Dinosaurier von A bis K:
http://www.grin.com/e-book/160426/dinosaurier-von-a-bis-k

Dinosaurier von L bis Z:
http://www.grin.com/e-book/160428/dinosaurier-von-l-bis-z

Können Sie ein Buch über Dinosaurier empfehlen?

Interview mit dem Wiesbadener Autor Ernst Probst

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Frage: Können Sie ein Buch über Dinosaurier empfehlen?

Antwort: Bei "GRIN Verlag für akademische Texte" findet man etliche interessante Bücher über Dinosaurier. Siehe:
http://www.grin.com/search?searchstring=dinosaurier+&field=data%2Ctitle%2Cauthor%2Csearch_tags&source_type=overview

Kennen Sie ein Blog über berühmte Fliegerinnen?

Interview mit dem Wiesbadener Autor Ernst Probst

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Frage: Kennen Sie ein Blog über berühmte Fliegerinnen?

Antwort: Ja, nämlich das Blog "Fliegerinnen" mit der Internetadresse http://fliegerinnen.blogspot.com

Freitag, 29. Oktober 2010

Wer war die erste Fliegerin in Bayern?

Interview mit dem Wiesbadener Wissenschaftsautors Ernst Probst

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Frage: Wer war die erste Fliegerin in Bayern?

Antwort: Die erste Fliegerin in Bayern war die in Waldmünchen geborene, in Bad Heilbrunn aufgewachsene und in München gestorbene Christl-Marie Schultes (1904-1976)

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Literatur:
Ernst Probst: Christl-Marie Schultes. Die erste Fliegerin in Bayern, GRIN, München 2010

Bestellungen bei:
http://www.grin.com/e-book/159290/christl-marie-schultes-die-erste-fliegerin-in-bayern

Freitag, 14. Mai 2010

Gibt es es Taschenbuch über die Sklavin Machbuba?

Interview mit dem Wiesbadener Autor Ernst Probst:

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Frage: Gibt es es Taschenbuch über die Sklavin Machbuba?

Antwort: Die rührende Geschichte der blutjungen äthiopischen Sklavin Machbuba und des merklich älteren deutschen Fürsten Hermann von Pückler-Muskau ist jetzt in einem Taschenbuch aus meiner Feder nachzulesen. Das kleine, aber feine Werk trägt den Titel „Machbuba. Die Sklavin und der Fürst“, umfasst rund 130 Seiten und ist reich bebildert. Diese Lovestory ist bei „GRIN Verlag für akademische Texte“ unter der Internetadresse http://www.grin.com/e-book/150529/machbuba-die-sklavin-und-der-fuerst als gedrucktes Taschenbuch oder als elektronisches E-Book im PDF-Format erhältlich.

Machbuba (um 1823-1840) war die berühmte Sklavin und exotische Geliebte des deutschen Fürsten Hermann Fürst von Pückler-Muskau (1785–1871). Die dunkelhäutige Schönheit aus Äthiopien wurde von dem Fürsten auf dem Sklavenmarkt in Afrika gekauft. Danach war sie seine Reisebegleiterin, Krankenpflegerin und Geliebte. Ihr Grab liegt auf dem Friedhof von Bad Muskau in der Oberlausitz (Sachsen), wo sie jung starb. Der Name Machbuba bedeutet zu deutsch „Die Goldene“ oder „Mein Liebling“. Ihr eigentlicher Name war Ajiamé.

Fürst Hermann von Pückler-Muskau gilt als eine der schillerndsten Persönlichkeiten des 19. Jahrhunderts. Er verkehrte in Europa, Afrika und Asien mit Kaisern, Königen und anderen Herrschern, erlebte viele Abenteuer, war als Autor erfolgreich und machte sich als Schöpfer großartiger Parkanlagen in seinen Schlössern Muskau (Sachsen) und Branitz (Brandenburg) einen Namen. An ihn erinnert das Fürst-Pückler-Eis, das nach ihm benannt wurde.

Wo kann man verpasste Fernsehsendungen sehen?

Interview mit dem Wiesbadener Journalisten und Autor Probst:

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Frage: Wo kann man verpasste Fernsehsendungen sehen?

Antwort: Auf der Webseite http://www.ganzefolgen.de kann man bequem interessante Fernsehsendungen folgender deutschsprachiger TV-Sender im Internet sehen:

ARD Das Erste
Kabel 1
Pro Sieben
RTL
Sat.1
Vox
ZDF

Bei "ganzefolgen.de" gelangt man bereits nach einem Klick auf die Webseite des entsprechenden Fernsehsenders und kann dort die verpasste Sendung suchen, auswählen und ansehen. Natürlich ist es auch möglich, eine Sendung noch einmal ansehen, die einem besonders gefallen hat und die man nicht auf einem Video oder auf einer DVD abgespeichert hat.

Zur Auswahl stehen Sendungen aus den Themenbereichen Nachrichten, Information, ‚Unterhaltung oder Serien-Film. Bei vielen Fernsehsendern ist dies kostenlos, nur bei einigen kostenpflichtig. Dabei fallen allerdings keine sehr hohen Gebühren an!

Die Anmeldung, die blitzschnell erfolgt, ist nicht zwingend vorgeschrieben. Diese hat lediglich bestimmte Vorteile. Beispielsweise kann man favorisierten Fernsehprogrammen Punkte geben. Außerdem bracht man nicht mehr zu suchen, falls es eine neue Sendung des favorisierten Programms gibt. Diese wird auf der Homepage dargestellt. Zudem bekommt man persönliche Fernsehtipps.

Gegenstück zur deutschen Webseite "ganzefolgen.de" ist die niederländische Variante
http://www.tvtutti.nl

Dienstag, 9. Februar 2010

Ist Intuition eine Gabe, die heutzutage noch viele Menschen kennen?

Interview mit Star-Coach Lilli Cremer-Altgeld

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Frage: Ist Intuition eine Gabe, die heutzutage noch viele Menschen kennen?

Antwort: Managerinnen sprechen das schon mal ganz offen aus. Sie sagen zum Beispiel: "Ich hab' einfach auf mein Bauchgefühl gehört." Was früher eher verpönt war, gehört heute immer mehr auch im Business zur Normalität. Offiziell werden dann Fakten und Zahlen als Begründung herangezogen - das überzeugt am schnellsten. Allerdings kommen die Aussagen: "Ich habe auf mein Herz gehört." immer öfter gut an. Auch Managern geben in letzter Zeit solche Gutachten ab.

Dabei ist das nicht wirklich neu.

Wir kennen schon von dem Nobelpreisträger Albert Einstein den Satz: "Das eigentlich Wertvolle ist im Grunde die Intuition. (The intellect has little to do on the road to discovery. There comes a leap in consciousness, call it intuition or what you will, and the solution comes to you and you don't know how or why.)"

Einen Beweis lieferte bereits im 19. Jahrhundert Francis Galton (1822-1911), ein Halbcousin von Charles Darwin. Er war ein britischer Forscher und Schriftsteller und es heisst, er konnte bereits mit zweieinhalb Jahren Bücher lesen - im Alter von sechs Jahren wagte er sich an Werke von Shakespeare. Später führte er verschiedene statistische Methoden ein und arbeitete im Rahmen der experimentellen Psychologie, die damals noch weitgehend unbekannt war.

Eines Tages machte er einen seiner bekannten Selbstversuche. Bevor er zu seinem allmorgendlichen Spaziergang in London das Haus verliess, stellte er sich ganz fest vor: "Ich bin der bestgehasste Mensch Englands!". Er konzentriere sich einige Minuten auf dieses Thema - und spazierte hinaus.

Was passierte kurz darauf auf der Strasse als die Menschen ihn sahen? Passanten riefen ihm Schimpfworte zu. Manche wandten sich von ihm ab - offensichtlich mit Gebärden des Abscheus. Ein Hafenarbeiter rempelte ihn im Vorbeigehen an, so dass er hinfiel.

Sogar Tiere nahmen Anstoss an ihm. Ein Droschkengaul schlug nach ihm aus - er ging zu Boden. Es gab einen kleinen Volksauflauf. Dabei ergriffen die Menschen Partei für das Pferd.

Darauf beendete Galton seinen Selbstversuch und eilte nach Hause.

Michael Birkenbihl, der Autor von "Train the Trainer" und Vater von Vera Birkenbihl - Autorin von "Stroh im Kopf?" - schreibt zu 'Galtons famous walk': " Warum (...) erzähle ich Ihnen diese Geschichte? Nicht nur, weil sie amüsant ist. Sie können aus ihr zwei Lehren ziehen (...): 1. Der Mensch ist, was er denkt. 2. Es ist nicht notwendig, der Umwelt seine innere Einstellung durch Worte mitzuteilen; die Menschen "erspüren" sie auch so."

Es ist ganz einfach, Selbstversuche zu praktizieren. Einer der bekanntesten ist wohl: Ich stelle mir vor, ich habe immer sofort einen Parkplatz. Mit etwas Übung kann man immer öfter, immer schneller immer bessere Parkplätze finden.

Kleines Problem. Die Übung kennen inzwischen so viele Menschen, dass man sich hier in einer grösser werdenden Konkurrenzsituation befindet. Deshalb: Suchen Sie Ihr eigenes Spielfeld und experimentieren Sie. Berichten Sie über Ihre Erfolge: http://tinyurl.com/ProfilLilli oder twittern Sie mit: http://twitter.com/Begabungspresse.

Literatur: Birkenbihl, Michael: Train the Trainer. Arbeitshandbuch für
Ausbilder und Dozenten. Landsberg, Lech 1992.

Welche Karrierechancen haben Pessimisten?

Interview mit Star-Coach Lilli Cremer-Altgeld

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Frage: Welche Karrierechancen haben Pessimisten?

Antwort: Pessimisten küsst man nicht - das sagte schon Martin Seligman, Professor für Psychologie an der University of Pennsylvania/USA. Und die Berufsaussichten für Pessimisten sind im allgemeinen auch nicht grösser als die Attraktivität im Liebesleben.

Die Karrierechancen sind also schlecht - aber es gibt Perspektiven. Zunächst einmal: Was unterscheidet einen Optimisten von einem Pessimisten? Seligman nennt hier vor allem drei Faktoren:

1. Die Dauerhaftigkeit. Pessimisten glauben, dass die unangenehmen Ereignisse - und deren Ursachen - dauerhaft sind. Optimisten jedoch halten diese Ereignisse und die damit verbundenen Ursachen für eine Zeiterscheinung - mithin vorübergehend.

2. Der Geltungsbereich. Pessimisten generalisieren Misserfolge und Fehlschläge. Optimisten halten den einen oder anderen mangelnden Erfolg für eine singuläre Entwicklung und glauben nicht, dass er übertragbar ist auf die gesamte Lebenssituation.

3. Die Personalisierung. Pessimisten geben sich selbst automatisch die Schuld, wenn es mal nicht so klappt wie gewünscht. Pessimistische Menschen haben ein eher schwaches Selbstwertgefühl und wenig Selbstsicherheit. Optimisten - mit einem starken Selbstbewusstsein ausgestattet - sehen die Ursachen bei anderen Menschen oder den Umständen des Lebens.

Die gute Nachricht: Optimismus kann man - frau - lernen.

Von dieser Lern-Prämisse geht auch Susan Vaughan aus. Sie ist Dozentin für Psychiatrie an der Columbia University (USA) und Harvardabsolventin. In ihrem Bestseller "Pessimisten befördert man nicht" erklärt sie: "Optimismus entsteht aus dem inneren Prozess der Stimmungsregulation, und der lässt sich wie andere Prozesse auch durch Übung und ein paar Zaubertricks meistern."

Das Problem: Menschen mit einer Pessimismus-Tendenz können einen positiven inneren Zustand - und das Gefühl der Kontrolle über ihre Welt - nicht aufrechterhalten! Ihr Selbstbild ist überwiegend negativ. Deshalb erwarten Pessimisten auch negative Ergebnisse.

Analog der unterschiedlichen Denkmuster von Optimisten und Pessimisten liegt die Vermutung nahe, dass anderes Denken auch andere Gefühle bewirkt. Die Autorin empfiehlt deshalb: "Üben Sie optimistisches Denken, dann werden Sie mit der Zeit zum Optimisten. Wer versucht, wie ein Optimist über ein gutes Geschehen zu denken, verändert letztlich das Bild von sich selbst im Vergleich zu anderen Menschen."

Schlüssig zeigt Vaughan, wie wir Schritt für Schritt die Kontrolle über unsere inneren »Gefühlsmonster« gewinnen und zu einer optimistischeren Lebenseinstellung gelangen können. Tipp: Vaughan, Susan: Halb leer? Halb voll!

Wenn Sie selbst zu wenig geküsst und zu selten befördert werden, machen Sie doch mal den - kostenfreien - Test im Manager-Magazin: Pessimisten befördert man nicht! Siehe http://karriere.manager-magazin.de/test.php?test=potenziallight


Und denken Sie daran: Optimismus kann man wirklich lernen. Frau auch.
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Samstag, 30. Januar 2010

Wird die neue Zeitung "Hochbegabung" zum Kult?

Interview mit Star-Coach Lilli Cremer-Altgeld

Frage: Über die neue Zeitung "Die Hochbegabung" wird auf Twitter berichtet - da ist jemand stolz darauf, dass "Die Hochbegabung" zu den Followern gehört. Eine andere Dame meint: Die Zeitung kommt 30 Jahre zu spät auf den Markt. In Diskussionsforen wird über "Die Hochbegabung" gesprochen - ist die Zeitung auf dem Wege, Kult zu werden?

Antwort: Ja. Die Resonanz auf "Die Hochbegabung" ist schon erstaunlich. Bei Twitter kann man sich selbst davon überzeugen, welche Promis bereits der Zeitung folgen. Und in den Social Bookmarks kann man lesen, dass "Die Hochbegabung" kultig rüberkommt. Man spürt einfach die Begeisterung, mit der die Redaktion und ihre Berichterstatter/innen aus der Schweiz - Saskia-Marjanna Schulz - und aus Belgien - André Leyens - mal in deutscher und mal in englischer Sprache ihre Interviews, ihre Eindrücke und Erlebnisse den Leserinnen und Lesern nahe bringen. Auch die Photos finden in Leserbriefen immer wieder Anklang.

Indes von Kult zu sprechen halte ich zumindest für verfrüht. Mein Résumé: Eine Insider-Zeitung, die frisch, wach und engagiert rüberkommt. Mal im Auge behalten.

Weiterführende Informationen gibt es hier:
http://diehochbegabung.blogspot.com
http://twitter.com/DieHochbegabung

Wo gibt es Links und Tipps für Menschen, die sich selbst coachen wollen?

Interview mit Star-Coach Lilli Cremer-Altgeld

Frage: Wo gibt es Links und Tipps für Menschen, die sich selbst coachen wollen?

Antwort: Der Diplompsychologe und NLP-Lehrtrainer, Peter Göbel, hat einige Tipps und Links für Menschen, die sich selbst coachen und managen - z.T. kostenfrei zum Download:
http://www.selbstmanagement.de/ueber/autor.htm
http://www.coaching-software.de/index.html
http://www.coaching-software.de/produkte/download/download.htm

Speziell für Hochbegabte bieten die Moderatorinnen des Forums
"Hochbegabung - Drama oder Erfolgsstory?" kostenfreie Telefonberatungen an:
https://www.xing.com/net/hochbegabung

Weiterführende Informationen gibt es hier:
http://www.selbstmanagement.de/ueber/autor.htm
http://www.coaching-software.de/index.html
http://www.coaching-software.de/produkte/download/download.htm
https://www.xing.com/net/hochbegabung

Gibt es einen Pressedienst speziell für Hochbegabte?

Interview mit Star-Coach Lilli Cremer-Altgeld

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Frage: Wo gibt es gute Pressedienste - und: Gibt es einen Pressedienst speziell für Hochbegabte?

Antwort: Eine ganz hervorragende Seite mit einer ausgezeichneten
Übersicht über aktuelle Pressedienste bietet die Seite:
http://kostenlose-pressedienste.blogspot.com
Hier gibt es Presse-Service zum Nulltarif.

Speziell für hochbegabte Menschen gibt es seit kurzem einen eigenen Pressedienst: http://hochbegabungspresse.blogspot.com - Clubs, Vereine und Anbieter von Dienstleistungen und Produkten können hier kostenfrei ihre Pressemeldung einreichen.

Weiterführende Informationen gibt es hier:
http://kostenlose-pressedienste.blogspot.com
http://hochbegabungspresse.blogspot.comhttp://twitter.com/Begabungspresse

Donnerstag, 14. Januar 2010

Gibt es ein Buch über Höhlenlöwen?


Stimme Eines Höhlenlöwen - The most amazing videos are a click away

Interview mit dem Wiesbadener Wissenschaftsautor Ernst Probst:

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Frage: Gibt es ein Buch über Höhlenlöwen?

Antwort: Bei "GRIN Verlag für akademische Texte" sind ein gedrucktes Taschenbuch oder ein E-Book im PDF-Format mit dem Titel "Höhlenlöwen. Raubkatzen im Eiszeitalter" unter der Internetadresse http://www.grin.com/e-book/121607/hoehlenloewen erhältlich. Von selben Autor stammt auch das Taschenbuch "Säbelzahnkatzen".

Montag, 11. Januar 2010

Was ist der berühmteste Neandertaler-Fund?













Frage: Was ist berühmteste Neandertaler-Fund?

Antwort: Der berühmteste Neandertaler-Fund – wenn nicht sogar der bekannteste Urmenschen-Fund überhaupt – glückte 1856 in der Kleinen Feldhofer Grotte im Neandertal bei Düsseldorf-Mettmann in Nordrhein-Westfalen. Nach diesem Tal, das damals noch mit „th“ geschrieben wurde, sind die Neandertaler (Homo sapiens neanderthalensis) benannt. Die Skelettreste dieses späten Neandertalers aus der Zeit vor etwa 70000 Jahren kamen beim Abbruch der Kleinen Feldhofer Grotte zum Vorschein. Als erster erkannte der von den Steinbrucharbeitern herbeigerufene Realschullehrer und Höhlenforscher Carl Fuhlrott (1803-1877) aus Wuppertal-Elberfeld die wahre Natur dieser Skelettreste und deren hohes geologisches Alter. Seine Schlussfolgerungen wurden jedoch anfangs nur von wenigen zeitgenössischen Experten geteilt. Erst seit 1901 wurde der Neandertaler allgemein als Urmensch betrachtet. Von dem Skelett sind das Schädeldach, beide Oberschenkel, der rechte und der linke Oberarm, fünf Rippenfragmente und die linke Beckenhälfte erhalten. Sie stammen von einem erwachsenen Menschen, der zu Lebzeiten an allerlei Krankheiten litt. Die Skelettreste dieses Neandertalers werden heute im Rheinischen Landesmuseum in Bonn aufbewahrt.

Weitere "Rekorde der Urmenschen" im gleichnamigen Taschenbuch von Ernst Probst
Bestellungen beim Buchgroßhändler "Libri":
http://www.libri.de/shop/action/productDetails/7673392/ernst_probst_rekorde_der_urmenschen_3640146395.html

Donnerstag, 7. Januar 2010

Wo findet man die besten Rednerinnen und Redner in Deutschland?

Interview mit Star-Coach Lilli Cremer-Altgeld

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Frage: Wo findet man die besten Rednerinnen und Redner in Deutschland?

Antwort: Jetzt im Internet. Das erste "Deutsche Rednerlexikon" ist ein nach enzyklopädischen Prinzipien aufgebautes Nachschlagewerk. Es präsentiert prominente Top-Speaker wie aktuelle und ehemalige Spitzen-Politiker/innen und die besten Coaches in Deutschland aus den Bereichen Politik, Wirtschaft, Wissenschaft, Kultur und Sport.

Deutsches Rednerlexikon
http://www.deutsches-rednerlexikon.de

Weiterführende Informationen gibt es hier:

Ramsauer Redner-Management
http://www.redner.de

Dienstag, 5. Januar 2010

Kann man erfolgreich sein - auch bei wirklich widrigen Umständen?

Interview mit Star-Coach Lilli Cremer-Altgeld

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Frage: Kann man erfolgreich sein - auch bei wirklich widrigen Umständen?

Antwort: Ja. Das ist möglich. Ein guter Beweis dafür ist die Olympia-Teilnehmerin Tenley Albright. Gehen wir ganz einfach gedanklich zurück in das Jahr 1956: Olympische Winterspiele in Cortina d'Ampezzo in Italien. Die Eiskunstkunstläuferin stürzt beim Training so schwer, dass sie ins Krankenbett muss und nicht mehr trainieren kann und darf. Ihr wird nicht erlaubt, an den Wettkampfvorbereitungen teilzunehmen. Sie müsse sich schonen und erst einmal gesund werden - so der ärztliche Rat.
Jeder normale Mensch wäre jetzt nach Hause gefahren. Jeder normale Mensch hätte sich gefragt: will ich meine Gesundheit weiter aufs Spiel setzen? Aber das waren keine Gedanken von Tenley Albright aus Massachusetts. Die Zwanzigjährige dachte nicht darüber nach, was sie nicht tun konnte. Sie dachte an das, was ihr auf dem Krankenbett noch möglich war zu tun. Aber: was war das schon?
Sie konnte immer noch denken. Und immer noch visualisieren. Und so stellte sie sich immer wieder und immer wieder vor ihrem inneren Auge vor, wie ihre Revue ablaufen sollte. Sie prägte sich also den Bewegungsablauf der Kür ganz genau ein.
Vergebliche Liebesmüh würde jeder klar denkende Mensch sagen.
Aber Tenley liess sich nicht beeinflussen. Sie erinnerte sich: Die Coaches hatten den Sportlern beigebracht ihre Gedankenkraft zu nutzen, um die beste Leistung zu erzielen. Die Coaches behielten Recht - gegen jeglichen gesunden Menschenverstand.
Und so wurde Tenley Albright die erste US-Amerikanerin, die bei Olympischen Spielen im Eiskunstlauf die Goldmedaille gewann!
Jahre später sagte Tenley: "Obwohl ich mit dem verletzten Knöchel noch wenige Tage vor Beginn der Spiele nicht einmal richtig auftreten konnte, hatte ich irgendwie das Gefühl, gut in Form zu sein. Inzwischen weiss ich, dass es an den Visualisierungsübungen lag, die ja inzwischen zum Trainingsprogramm der Eisläuferinnen gehören. Damals waren wir hinsichtlich der mentalen Vorbereitung auf reines Erfahrungslernen angewiesen, mussten also durch Versuch und Irrtum den richtigen Weg für uns selbst finden."
Diese und andere Erfolgsmethoden aus dem USOC - dem Nationalen Olympische Komitee der Vereinigten Staaten - habe ich von internationalen Spitzensportlern und Olympia-Coaches in mein Programm integriert.

United States Olympic Committee
http://www.teamusa.org

Weiterführende Informationen gibt es hier:

Profil von Lilli Cremer-Altgeld
https://www.xing.com/profile/Lilli_CremerAltgeld

Hochbegabung - Drama oder Erfolgsstory ?
https://www.xing.com/net/hochbegabung

Montag, 4. Januar 2010

Wo gibt es Kinderuniversitäten in Deutschland?













Interview mit Star-Coach Lilli Cremer-Altgeld

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Frage: Kinderuniversitäten sind in aller Munde. Wo gibt es Kinderuniversitäten in Deutschland?

Antwort: Kinderuniversitäten sind Vorlesungen an den normalen Unis - allerdings gibt es auch Ausnahmen - zu finden sind sie auf der Seite Kinderunis in Europa http://kinderunis.blogspot.com

Kinderunis in Europa
http://kinderunis.blogspot.com

Wo gibt es intelligente Informationen für kluge Kinder?

Interview mit Star-Coach Lilli Cremer-Altgeld

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Frage: Wo gibt es intelligente Informationen für kluge Kinder?

Antwort: Der Kinderkanal "Kinderunis" bietet Kurzweiliges mit
Hinweisen, Tipps und Links für kluge und super-kluge Kinder - deren Eltern
und Grosseltern.

Kinderkanal "Kinderunis" auf YouTube
http://www.youtube.com/user/Kinderunis

Weiterführende Informationen gibt es hier:

"Bärbel - unentdeckt hochbegabt"
http://baerbelhochbegabt.blogspot.com/

Für Hochbegabte und Höchstbegabte
http://cremer-altgeld.blogspot.com

Genius Hochbegabung
http://www.genius-hochbegabung.de/

Hochbegabung in Medien
http://cremeraltgeld.kulando.de

Hochbegabung in Wissenschaft und Forschung
http://cremeraltgeld.blogspot.com

Kinderunis in Europa
http://kinderunis.blogspot.com

Gibt es eine Fachseite für hochbegabte Forscher/innen und

Interview mit Star-Coach Lilli Cremer-Altgeld

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Frage: Gibt es eine Fachseite für hochbegabte Forscher/innen und
Wissenschaftler/innen im Internet?

Antwort: Das Blog 'Hochbegabung in Wissenschaft und Forschung'
http://cremeraltgeld.blogspot.com bietet der Fachwelt umfassende
Informationen - auch für Schüler/innen und Student/innen.

Hochbegabung in Wissenschaft und Forschung
http://cremeraltgeld.blogspot.com

Weiterführende Informationen gibt es hier:

Nobelprize
http://nobelprize.org/

Kinderunis in Europa
http://kinderunis.blogspot.com

Right Livelihood Award Foundation
http://www.rightlivelihood.org/home.html

Hochbegabt oder höchstbegabt? Wo finden Menschen Sicherheit?

Interview mit Star-Coach Lilli Cremer-Altgeld

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Frage: Hochbegabt oder höchstbegabt? Wo finden Menschen Sicherheit?

Antwort: Mit Sicherheit kann das in Deutschland Mensa
http://www.mensa.de, der Verein für Hochbegabung, feststellen.

Mensa in Deutschland e. V.
http://www.mensa.de/

Weiterführende Informationen gibt es hier:

"Bärbel - unentdeckt hochbegabt"
http://baerbelhochbegabt.blogspot.com/

Für Hochbegabte und Höchstbegabte
http://cremer-altgeld.blogspot.com

Hochbegabung in Medien
http://cremeraltgeld.kulando.de

Hochbegabung in Wissenschaft und Forschung
http://cremeraltgeld.blogspot.com

Kinderunis in Europa
http://kinderunis.blogspot.com

Mensa International
http://www.mensa.org/

Wie erkennen Menschen, ob sie hochbegabt sind?

Interview mit Star-Coach Lilli Cremer-Altgeld

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Frage: Wie erkennen Menschen, ob sie hochbegabt sind?

Antwort: Auf der Seite "Bärbel - unentdeckt hochbegabt"
http://baerbelhochbegabt.blogspot.com/ finden interessierte Menschen Antworten und Hinweise auf die eigene Begabung. Egal ob hochbegabt oder nicht.

"Bärbel - unentdeckt hochbegabt"
http://baerbelhochbegabt.blogspot.com/

Weiterführende Informationen gibt es hier:

Für Hochbegabte und Höchstbegabte
http://cremer-altgeld.blogspot.com

Hochbegabung in Medien
http://cremeraltgeld.kulando.de

Hochbegabung in Wissenschaft und Forschung
http://cremeraltgeld.blogspot.com

Kinderunis in Europa
http://kinderunis.blogspot.com

Mensa International
http://www.mensa.org/

Wo können hochbegabte Menschen Tag und Nacht miteinander diskutieren?














Interview mit Star-Coach Lilli Cremer-Altgeld

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Frage: Wo können hochbegabte Menschen Tag und Nacht miteinander diskutieren?

Antwort: Im Forum Hochbegabung - Drama oder Erfolgsstory? https://www.xing.com/net/hochbegabung diskutieren bereits rund 2.700 Menschen und freuen sich auf Neuzugänge. Kostenfrei anmelden und loslegen.

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Weblinks zum Thema:

Kinderunis in Europa
http://kinderunis.blogspot.com

Für Hochbegabte und Höchstbegabte
http://cremer-altgeld.blogspot.com

Hochbegabung in Medien
http://cremeraltgeld.kulando.de

Hochbegabung in Wissenschaft und Forschung
http://cremeraltgeld.blogspot.com

Sonntag, 3. Januar 2010

Was ist das Dinotherium-Museum?














Blick ins Dinotherium-Museum in Eppelsheim, links Altbürgermeister Heiner Roos der "geistige Vater" dieses Museums, rechts Schädel eines Rhein-Elefanten. Foto: Ernst Probst

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Interview mit dem Wiesbadener Wissenschaftsautor Ernst Probst:

Frage: Was ist das Dinotherium-Museum?

Antwort: Das Dinotherium-Museum in Eppelsheim (Kreis Alzey-Worms) in Rheinland-Pfalz zeigt Funde und Reproduktionen von Fossilien aus rund zehn Millionen Jahre alten Ablagerungen des Ur-Rheins. Diese Ablagerungen werden als Dinotherien-Sande bezeichnet, weil sie Reste des Rhein-Elefanten Deinotherium giganteum enthalten, der volkstümlich Dinotherium genannt wird.

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Literatur zum Thema:
Ernst Probst: Der Ur-Rhein. Rheinhessen vor zehn Millionen Jahren, GRIN, München 2009

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Weblink:
http://ur-rhein-blog.blogspot.com

In welchen deutschen Bundesländern fand man Höhlenlöwen?

Interview mit dem Wiesbadener Wissenschaftsautor Ernst Probst

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Frage: In welchen deutschen Bundesländern fand man Höhlenlöwen?

Antwort: Knochen und Zähne von Höhlenlöwen wurden in Baden-Württemberg, Bayern, Rheinland-Pfalz, Hessen, Nordrhein-Westfalen, Niedersachsen, Hamburg, Berlin, Thüringen, Sachsen, Sachsen-Anhalt und Brandenburg entdeckt. In meinem Taschenbuch "Höhlenlöwen" werden rund 100 Fundorte von Höhlenlöwen erwähnt. Die meisten davon befinden sich in Bayern.

Donnerstag, 3. Dezember 2009

Bücher über Paläontologie von Ernst Probst

Interview mit dem Wiesbadener Wissenschaftsautor Ernst Probst

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Frage: Welche Bücher über aus dem Themenbereich Paläontologie aus Ihrer Feder sind derzeit im Handel erhältlich?

Antwort: Bei "GRIN Verlag für akademische Texte" sind derzeit folgende Titel aus dem Themenbereich Paläontologie von mir erhältlich:

Archaeopteryx. Der Ur-Vogel aus Bayern
Der Höhlenbär
Der Ur-Rhein. Rheinhessen vor zehn Millionen Jahren
Höhlenlöwen. Raubkatzen im Eiszeitalter
Rekorde der Urzeit. Landschaften, Pflanzen und Tiere
Säbelzahnkatzen. Von Machairodus bis zu Smilodon

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Außerdem:

Affenmenschen. Von Bigfoot bis zum Yeti
Monstern auf der Spur. Wie die Sagen über Drachen, Riesen und Einhörner entstanden
Rekorde der Urmenschen. Erfindungen, Kunst und Religion
Seeungeheuer. Von Nessie bis zum Zuiyo-maru-Monster

Wo ist das Taschenbuch "Höhlenbär" erhältlich?

Interview mit dem Wiesbadener Wissenschaftsautor Ernst Probst:

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Frage: Wo kann man Ihr Taschenbuch "Der Höhlenbär" kaufen?

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Antwort: Mein Taschenbuch "Der Höhlenbär" ist in jeder guten Buchhandlung sowie in rund 1.000 Online-Buchshops erhältlich. Zum Beispiel bei Amazon, bol, Buch.de, GRIN und Libri. Bei GRIN gibt es auch ein preiswertes E-Book.

Sonntag, 18. Oktober 2009

Wie groß war der Höhlenbär aus dem Eiszeitalter?

Interview mit dem Wiesbadener Wissenschaftsautor Ernst Probst

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Frage: Wie groß war der Höhlenbär aus dem Eiszeitalter?

Antwort: Der Höhlenbär (Ursus spelaeus) war ohne Schwanz bis zu 3,50 Meter lang, maximal 1,75 Meter hoch und bis zu 1200 Kilogramm schwer. Er gilt als das größte Tier, das die Gebirge im Eiszeitalter jemals bewohnt hat. Erstaunlicherweise war er ein pflanzenfressendes Raubtier, das während der kalten Jahreszeit wehrlos in einer Höhle lag.

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Literatur zum Thema:
Ernst Probst: Der Höhlenbär
Bestellungen des E-Books und Taschenbuches bei:
http://www.grin.com/e-book/137524/der-hoehlenbaer

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Hinweis:
Ernst Probst schrieb und veröffentlichte auch die beiden Taschenbücher
"Höhlenlöwen" und "Säbelzahnkatzen", die ebenfalls bei "GRIN" erhältlich sind.

Mittwoch, 23. September 2009

Frage: Welche Dolchzahnkatzen lebten in Deutschland?



Video: "Megantereon" von "TvAnimals" bei "YouTube"

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Interview mit dem Wiesbadener Wissenschaftsautor Ernst Probst

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Frage: Welche Dolchzahnkatzen lebten in Deutschland?

Antwort: Durch Funde von Zähnen und Knochen sind aus Deutschland folgende Dolchzahnkatzen bekannt:

Paramachairodus ogygius
Paramachairodus orientalis
Megantereon cultridens

Diese Funde stammen aus dem Miozän vor etwa zehn bis 8,5 Millionen Jahren. Die Fundstellen liegen in der Gegend, in der damals der Ur-Rhein nach Norden floss.

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Bestellungen des Taschenbuches "Säbelzahnkatzen" bei:
http://www.grin.com/e-book/127539/saebelzahnkatzen#

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Video: "Megantereon cultridens" von "TvAnimals" bei "YouTube"

Samstag, 8. August 2009

Was zeigt das Dinotherium-Museum in Eppelsheim?













Altbürgermeister Heiner Roos ist der "geistige Vater" des Dinotherium-Museums in Eppelsheim. Foto: Ernst Probst

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Interview mit dem Wiesbadener Wissenschaftsautor Ernst Probst

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Frage: Was zeigt das Dinotherium-Museum in Eppelsheim?

Antwort: Das kleine, aber feine Dinotherium-Museum in Eppelsheim zeigt Originalfunde und Reproduktionen (Kopien) von Fossilien aus rund zehn Millionen Jahre alten Ablagerungen des Ur-Rheins in der Gegend von Eppelsheim. Eine besondere Attraktion ist eine Reproduktion des Oberschädels des Rhein-Elefanten bzw. Hauer-Elefanten Dinotherium giganteum ("Riesiges Schreckenstier"). Das Original dieses Oberschädels wurde 1835 bei Eppelsheim entdeckt und gelangte später nach London. Eine Augenweide im Dinotherium-Museum sind die zahlreichen Tierbilder, die der Prager Maler Pavel Major angefertigt hat. Sie zeigen exotische Tiere wie den Rhein-Elefanten, den Säbelzahntiger, den Bärenhund, die Hyäne und zwei Menschenaffen. Über die Tierwelt am Ur-Rhein vor etwa zehn Millionen Jahren und über das Dinotherium-Museum informieren folgende Publikationen:

Jens Lorenz Franzen, Heiner Roos, Ernst Probst: Das Dinotherium-Museum in Eppelsheim. Führer durch die Ausstellung. Eppelsheim 2009
Erhältlich im Dinotherium-Museum in Eppelsheim
Internet: http://www.dinotherium-museum.eppelsheim.de

Ernst Probst: Der Ur-Rhein. Rheinhessen vor zehn Millionen Jahren. München 2009
Erhältlich bei rund 100 Online-Buchshops wie Amazon, GRIN oder Libri.

Kennen Sie ein Buch über den Ur-Rhein?

Interview mit dem Wiesbadener Wissenschaftsautor Ernst Probst

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Frage: Kennen Sie ein Buch über den Ur-Rhein?

Antwort: Über die Anfänge des Rheins informiert das Taschenbuch "Der Ur-Rhein. Rheinhessen vor zehn Millionen Jahren". Es ist bei "GRIN Verlag für akademische Texte" erschienen und als gedrucktes Taschenbuch oder als preiswertes E-Book bei http://www.grin.de erhältlich. Eine Augenweide sind die zahlreichen Zeichnungen von exotischen Tieren wie Rhein-Elefant, Säbelzahntiger oder Bärenhund, die der Autor dem Dinotherium-Museum in Eppelsheim verdankt.

Gibt es ein deutschsprachiges Buch über Säbelzahntiger?

Interview mit dem Wiesbadener Wissenschaftsautor Ernst Probst

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Frage: Gibt es ein deutschsprachiges Buch über Säbelzahntiger?

Antwort: Über Säbelzahntiger - genauer gesagt Säbelzahnkatzen und Dolchzahnkatzen - informiert das Taschenbuch "Säbelzahnkatzen. Von Machairodus bis zu Smilodon". Es umfasst 328 Seiten und ist reich bebildert. Vorgestellt werden die Säbelzahnkatzen Machairodus, Homotherium und Xenosmilus sowie die Dolchzahnkatzen Paramachairodus, Megantereon und Smilodon. Das Taschenbuch ist für 24,99 Euro erhältlich bei Amazon, GRIN, Libri und vielen Online-Buchshops.

Dienstag, 28. Juli 2009

Welcher Säbelzahntiger trug die größten Eckzähne?



Video: "Smilodon populator" von "TvAnimals" bei "YouTube"
http://www.youtube.com/watch?v=x3GFhy2RhJ4

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Interview mit dem Wiesbadener Wissenschaftsautor Ernst Probst

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Frage: Welcher Säbelzahntiger trug die größten Eckzähne (auch Fangzähne genannt)?

Antwort: Die größten Eckzähne besaß – nach den Funden zu schließen – der Säbelzahntiger Smilodon populator aus östlichen Gebieten von Südamerika. Dessen obere Eckzähne waren bis zu 28 Zentimeter lang, von denen maximal 17 Zentimeter aus dem Oberkiefer ragten. Smilodon populator erreichte eine Schulterhöhe von ca. 1,20 Metern, eine Kopfrumpflänge von etwa 2,10 Metern und ein Gewicht von rund 220 bis 260 Kilogramm. Zur Kopfrumpflänge kam noch ein schätzungsweise 20 Zentimeter langer Schwanz dazu. Nach heutiger Anschauung gehört Smilodon populator nicht zu den Säbelzahntigern bzw. Säbelzahnkatzen, sondern zu den so genannten Dolchzahnkatzen. Letzterer Begriff hat sich allerdings bei Laien und teilweise auch bei Wissenschaftlern noch nicht ganz durchgesetzt. Dolchzahnkatzen waren im Gegensatz zu Säbelzahnkatzen eher robust gebaut, besaßen kurze und kräftige Beine, einen gestreckten Körper sowie längere und schmalere Eckzähne. Der Gattungsname Smilodon bedeutet „Messerzahn“ und der Artname populator „Er, der die Vernichtung bringt“. Ein Bild von Smilodon populator ist im Taschenbuch „Säbelzahnkatzen“ zu sehen.

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Literatur zum Thema:

Ernst Probst: Säbelzahnkatzen. Von Machairodus bis zu Smilodon. GRIN, München 2009

Freitag, 26. Juni 2009

Welche Dolchzahnkatzen kennt man aus Deutschland?

Interview mit dem Wiesbadener Wissenschaftsautor Ernst Probst

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Frage: Welche Dolchzahnkatzen kennt man aus Deutschland?

Antwort: Durch Funde von Fossilien sind aus Deutschland die Dolchzahnkatzen Paramachairodus ogygius, Paramachairodus orientalis und Megantereon cultridens adroveri bekannt. Paramachairodus ist aus dem Miozän vor etwa 10 bis 8,5 Millionen Jahren nachgewiesen, Megantereon aus dem Eiszeitalter vor etwa einer Million Jahren. Neue Funde können diese Angaben jederzeit korrigieren.

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Literatur:
Ernst Probst: Säbelzahnkatzen, München 2009

Welche Säbelzahnkatzen kennt man aus Deutschland?

Interview mit dem Wiesbadener Wissenschaftsautor Ernst Probst

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Frage: Welche Säbelzahnkatzen kennt man aus Deutschland?

Antwort: Durch Funde von Fossilien sind aus Deutschland die löwengroßen Säbelzahnkatzen Machairodus aphanistus, Homotherium crenatidens und Homotherium latidens bekannt. Machairodus ist aus dem Miozän vor etwa 10 bis 8,5 Millionen Jahren nachgewiesen, Homotherium aus dem Eiszeitalter vor einer Million bis etwa 300.000 Jahren. Neue Funde können diese Angaben jederzeit korrigieren.

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Literatur:
Ernst Probst: Säbelzahnkatzen, München 2009

Dienstag, 31. März 2009

Was begeistert Kees van Hooijdonk an Säbelzahntigern?

HooijdonkMegantereon

Kees van Hooijdonk mit einem Kiefer der Dolchzahnkatze Megantereon aus Senèze in Frankreich, der im Naturhistorischen Museum Basel aufbewahrt wird

Interview mit Kees van Hooijdonk aus Rucphen, niederländischer Experte für fossile Säugetiere aus dem Eiszeitalter, über Säbelzahnkatzen und Dolchzahnkatzen

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Frage: Herr van Hooijdonk, Sie suchen, sammeln und erforschen sehr erfolgreich Reste fossiler Säugetiere aus dem Eiszeitalter (etwa 2,6 Millionen bis 11.700 Jahre). Wie, wann und wo haben Sie sich für dieses interessante Hobby begeistert?

Antwort: Mein Interesse an Fossilien ist bereits in meinen Jugendjahren aufgetreten, und zwar bei einem Spaziergang im Wald bei La Roche in den Belgischen Ardennen. Dabei habe ich in einer Felsenpartie im Wald, Hunderte von Metern über der Ourthe, fossile Schnecken gefunden. Ich war so fasziniert von dieser unerwarteten Entdeckung, dass ich anfing Bücher über Fossilien zu lesen. Von diesem Moment an habe ich mit dem Fossiliensammeln begonnen. Außerdem wurde ich Mitglied der niederländischen Geologischen Gesellschaft. Zunächst habe ich alle möglichen Fossilien gesammelt, aber einige Jahren später habe ich mich mehr und mehr auf Fossilien von Säugetieren aus dem Eiszeitalter (Pleistozän) spezialisiert, vor allem auf Katzen (Felidae).

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SaebelCover

Prachtband über Säbelzahnkatzen, an dem Kees van Hooijdonk mitgearbeitet hat

Frage: Zusammen mit Dick Mol, Wilrie van Logchem und Remie Bakker haben Sie die Prachtbände „De Sabeltandtijger uit de Noordzee“ (2007) in niederländischer Sprache und „The Saber-toothed Cat of the Nord Sea“ (2008) in englischer Sprache veröffentlicht, die nach meiner Ansicht zu den besten Büchern über Säbelzahnkatzen und Dolchzahnkatzen gehören. Was begeistert Sie an diesen Raubkatzen?

Antwort: Ich glaube, dass sehr viele Menschen beeindruckt sind von der Kraft und Eleganz der Felidae. Sogar die Jagd einer Hauskatze auf dem Hinterhof bietet ein faszinierendes Schauspiel. Mein Interesse an der Säbelzahnkatze Homotherium ist entstanden, als ich vor etwa 10 Jahren einige Fossilien von dieser Raubkatze gefunden habe. Es ist vor allem die spezielle Anatomie, die mich interessiert. Aber auch die Seltenheit und die Exklusivität der Homotherium-Fossilien haben eine wichtige Rolle gespielt. Ab diesem Zeitpunkt habe ich mich mit dieser Tiergattung intensiver befasst, eine Reihe von interessanten Touren unternommen und Kontakte gepflegt.

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Frage: Seit einigen Jahren spricht man nicht nur von Säbelzahnkatzen, sondern auch von Dolchzahnkatzen. Können Sie den Unterschied zwischen diesen Raubkatzen kurz erklären?

Antwort: In der englischen Sprache unterscheidet man zwei Formen von Säbelzahnkatzen: nämlich Scimitar Cat (Krummsäbelzahn) und Dirktoothed Cat (Dolchzahn), je nach den spezifischen Eigenschaften der oberen Eckzähne. Säbelzahnkatzen des Stammes Homotheriini gehören zu den Scimitar Cats, weil die oberen Eckzähne einem Krummsäbel (Scimitar) gleichen. Diese Eckzähne sind stark gebogen, breit und sehr abgeflacht, mit feiner Zähnelung an den Schnittflächen. Sabelzahnkatzen des Stammes Smilodontini gehören zu den Dirktoothed Cats.

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Frage: In der Literatur heißt es, manche Säbelzahnkatzen oder Dolchzahnkatzen seien so groß wie ein heutiger Löwe oder sogar wie ein jetziger Sibirischer Tiger gewesen, der als größte Raubkatze der Gegenwart gilt. Wer war die größte Säbelzahnkatze und wer die größte Dolchzahnkatze?

Antwort: Diese Frage ist nicht so einfach zu beantworten. Das liegt daran, dass Fossilien von Säbelzahnkatzen immer sehr selten vorkommen. Vollständige Skelette sind noch viel seltener. Viele Informationen über Größe und Gewicht der Säbelzahnkatzen sind deshalb nur durch Interpretationen zu bekommen. Eine große Säbelzahnkatze wird oft mit der Größe eines Löwen verglichen, während die nächst kleinere Art mit dem Panther verglichen wird.
Doch dieser Vergleich ist nicht ganz zufällig, denn viele Faunen (oder Biotope) haben eine ähnliche Zusammensetzung: der heutige Löwe und Leopard leben in der Serengeti, der jetzige Tiger und Leopard in Ost-Asien, die ausgestorbenen Gattungen Homotherium und Megantereon (z. B. Senèze) in Frankreich), die fossilen Gattungen Smilodon und Homotherium in Amerika.
Aber wenn man eine Gattung nennen sollte, dann sollte es vielleicht die südamerikanische Dolchzahnkatze (Dirktoothed Cat) Smilodon populator sein, die mit einer Schulterhöhe von 120 Zentimetern noch größer war als ihr nordamerikanischer Verwandter Smilodon fatalis, vom der sehr viele Fossilien gefunden wurden in den Teerlöchern („tar pits“) der Fundstelle Rancho La Brea mitten in der kalifornischen Großstadt Los Angeles.

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Frage: In Kino- und Fernsehfilmen tragen Säbelzahnkatzen und Dolchzahnkatzen riesige furchterregende Eckzähne (Fangzähne). Welche Säbelzahnkatze oder Dolchzahnkatze besaß die größten Eckzähne?

Antwort: Die Dolchzahnkatze Smilodon populator hatte die längsten Eckzähne: nämlich sage und schreibe 30 Zentimeter.

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Frage: In Büchern, Zeitschriften und im Internet findet man über Säbelzahnkatzen und Dolchzahnkatzen sehr unterschiedliche Informationen über deren Lebensweise. Sind diese Raubkatzen nach Ihrer Ansicht faule Aasfresser oder tüchtige Jäger gewesen?

Antwort: Ich glaube, dass die Säbelzahnkatzen flinke Jäger waren, wie die heutige Katze. Das sieht man auch am Gebiss. Aber die Jagd auf Beutetiere erfordert sehr viel Energie und ich bin der Meinung, dass die Säbelzahnkatzen versuchten, anderen Raubtieren die Beute abzunehmen, wenn sich die Gelegenheit bot. Auch heute sieht man das bei manchen Raubtieren. In Zeiten der Knappheit könnten Säbelzahnkatzen auch Aas gefressen haben. In Rancho La Brea (USA) sieht man, dass Säbelzahnkatzen zu Teergruben gekommen sind, um dort leicht an Beutetiere zu gelangen, die im Teer gefangen waren. Das zeigt, dass Säbelzahnkatzen versucht haben, mit minimaler Arbeit Beute zu bekommen.

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Frage: Säbelzahnkatzen und Dolchzahnkatzen werden sowohl als Einzelgänger als auch als Rudeltiere geschildert. Was meinen Sie dazu?

Antwort: Es wird oft gesagt, dass Säbelzahnkatzen in Gruppen jagten, aber dafür liegen keine eindeutigen Beweise vor. In der Friesenhahn-Höhle bei San Antonio in Texas (USA) sind Fossilien von mehreren Säbelzahnkatzen der Gattung Homotherium gefunden worden. Doch diese stammen entweder von alten oder sehr jungen Tieren. Vielleicht war dort eine Art von „Nest“ und es ist normal, dass die Jungen die ersten Monate mit ihren Eltern verbringen. In Rancho La Brea wiederum sind sehr viele Fossilien der Dolchzahnkatze Smilodon entdeckt worden. Viele dieser Fossilien tragen Spuren einer Krankheit oder sogar Lahmheit, was belegt, dass es unwahrscheinlich ist, dass diese Tiere selbst aktiv gejagt haben. Dass Krankheiten oder Verletzungen verheilt sind, belegt, dass kranke oder verletzte Dolchzahnkatzen von ihrer Gruppe unterstützt oder dass sie beim Fressen an der Beute geduldet wurden. Aber man muss vorsichtig sein mit solchen Schlussfolgerungen: Beim heutigen Katzen gibt es auch Ausnahmen: Die meisten Katzen leben als Einzelgänger, aber Löwen sind echte Rudeltiere.

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Frage: In einem sehr interessanten Beitrag für die renommierte niederländische Fachzeitschrift „Cranium“ befassten Sie sich mit der Säbelzahnkatze Homotherium und der Dolchzahnkatze Megantereon aus Senèze im französischen Departement Haute Loire. Können Sie diese beiden Raubkatzen kurz beschreiben?

Antwort: Mit einer Schulterhöhe von etwa 95 Zentimetern war Homotherium die größere von diesen beiden Raubkatzen. Wenn man Skelette dieser beiden Tiere miteinander vergleicht, dann seht man sofort, dass Homotherium eine große, schlanke Katze war, deren Vorderbeine länger waren als die Hinterbeine, was Homotherium ein Ausehen wie eine Hyäne gab. Homotherium konnte sogar ein junges Mammut töten.
Megantereon dagegen war eine große, robuste Katze mit einer Schulterhöhe von ca. 70 Zentimetern ähnlich wie ein heutiger Jaguar. Mit seinen extrem starken Vorderbeinen war er in der Lage, große Beutetiere, wie ein Pferd oder einen Hirsch, auf den Boden zu werfen und zu töten.
Auch das Gebiss beider Katzen weicht stark voneinander ab. Die Eckzähne von Homotherium sind stark gebogen, breit und sehr abgeflacht, mit feiner Zähnelung an Schnittflächen. Auch der Rest des Gebisses hatte eine sehr starke Zähnelung und zwar an Schnittflachen der Schneidezähne und Backenzähne.
Das Gebiss von Megantereon war minder kräftig und die oberen Eckzähne waren schmäler und ohne Zähnelung.

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Frage: Aus ihren Publikationen geht hervor, dass Sie auch Fundstellen und Museen im Ausland besuchen. An welche Besuche erinnern Sie sich besonders gerne?

Antwort: Ich hatte die Möglichkeit, Besuche zu machen an der Universität Claude Bernard in Lyon (Frankreich), wo das Skelett eines Homotherium von Senèze aufbewahrt wird und im Naturhistorischen Museum von Lyon, wo sich eine große Sammlung von Raubtier-Fossilien befindet. Auch habe ich das Naturhistorische Museum in Basel besucht, wo man das Skelett eines Megantereon zeigt. 2006 habe ich die Ausgrabung bei Senèze besucht, wo man die Skelette beider Säbelzahnkatzen entdeckt hatte. Dort habe ich auch die Familie Phillis besucht, deren Vater Pierre beide Säbelzahnkatzen gefunden hatte, und viele interessante Fotos gesehen. Alle Besuche waren besondere Erlebnisse.
Auch in Deutschland habe ich Museen besucht – und zwar in Darmstadt und Wiesbaden –sowie die weltberühmte Fossilienfundstätte Grube Messel bei Darmstadt bewundert. Mit Freude erinnere ich mich an Thomas Keller und Anne Sander von der Abteilung Archäologische und Paläontologische Denkmalpflege im Schloss Biebrich in Wiesbaden, für ihre sehr angenehme und freundliche Unterstützung bei einer Exkursion unseres Vereins.

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Frage: Immer wieder erregen Funde eiszeitalterlicher Säugetiere, die von Fischkuttern und Muschelkuttern vom Nordseegrund ans Tageslicht geholt werden, großes Aufsehen. Sind Sie an der Jagd nach solchen fossilen Schätzen aus dem ehemaligen „Nordseeland“ beteiligt?

Antwort: Ja und nein. Es ist wichtig, Kontakte mit Fischern zu haben und zu sehen, was sie an Fossilien mitgebracht haben. Deshalb bin ich manchmal an Bord von Fischkuttern. Oft nur mit einer Kamera. Und manchmal bekomme ich ein schönes Fossil. Später versuche ich, das Fossil zu tauschen für ein Höhlenlöwen-Fossil oder ähnliches. Aber es ist nicht so, dass ich – wie andere – Fossilien kaufe, um mit ihnen zu handeln.

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Frage: Besitzen Sie eine umfangreiche Fossiliensammlung und – wenn ja – auf welche Funde sind Sie besonders stolz?

Antwort: Ich habe in den letzten Jahren eine schöne Fossiliensammlung von verschiedenen Fundstellen zusammengetragen. Die schönsten Stücke meiner Sammlung sind Fossilien aus dem Pliozän (etwa 5,3 bis 2, Millionen Jahre) und Pleistozän (etwa 2,6 bis 11.700 Jahre) aus der Nordsee. Darunter sind Fossilien von Hirschen, Wildpferden, Rüsseltieren (Mammuthus meridionalis, Mastodont), der Säbelzahnkatze Homotherium und des Europäischen Jaguars Panthera onca gombaszoegensis.
Alle meine Fossilien sind besonders, aber die Homotherium-Fossilien sind doch eine Spezialität, denn diese waren der Grund für viele meine Reisen und zahlreiche Kontakte in aller Welt.
Aber ich betrachte diese Sammlung nur als Leihgabe. Später möchte ich alles einem Museum vermachen.

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HooijdonkFossilienfundstelle

Kees van Hooijdonk an der Fundstelle Chilhac in Frankreich, wo Fossilien von Säbelzahnkatzen entdeckt wurden

Frage: In vielen Bundesländern Deutschlands ist im Laufe der Zeit das Suchen und Bergen von Fossilien verboten worden. Ist dieses Hobby in den Niederlanden noch erlaubt?

Antwort: Ja, dieses Hobby ist in den Niederlanden noch erlaubt, aber reguliert. Das bedeutet, dass man Fossilien von Fischern bekommen kann oder am Strand suchen darf. Aber man kann nicht in eine Grube gehen und dort mit dem Graben anfangen. Auch auf Plätzen, die unter Naturschutz stehen, darf man nicht graben. Das ist selbstverständlich. Es ist in die Niederlanden auch so, dass archäologische Funden gemeldet werden müssen.

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Frage: Was halten Sie davon, dass in manchen Ländern das Suchen und Bergen von Fossilien durch Privatpersonen strengstens verboten ist?

Antwort: Das hängt davon ab, was der Grund ist: Wenn es auf Grund des Naturschutzes ist oder auf Grund der Sicherheit, dann ist ein solches Verbot verständlich. Aber ein völliges Verbot ist dann nicht nötig.
Manchmal hört man, dass gewisse Wissenschaftler einen Anspruch auf gefundene Fossilien geltend machen. Sie bewahren die Fossilien in Museen und Laboratorien für die Forschung auf. Forschung ist gut, aber das Sammeln von Fossilien durch Erwachsene und Kinder bringt auch Interesse für die Natur mit sich, und das ist genau so wichtig, vor allem für die Kinder, denn sie sind die Zukunft. Aber Sammeln sollte nicht zum Raub fuhren oder für Kommerz benutzt werden. Es sollte aus guten Gründen geschehen, und das gilt für Wissenschaftler und für Privatpersonen.

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Frage: Werden Sie von Verwandten, Freunden und Bekannten beim Suchen und Erforschen von Fossilien unterstützt?

Antwort: Ja, wie vorher gesagt, habe ich in allen Museen und Universitäten immer gute Unterstützung bekommen. Und natürlich erhalte ich viel Unterstützung in unserem Verein der pleistozänen Säugetiere. Insbesondere Dick Mol (den Sie auch interviewt haben) und Klaas Post erwähne ich, weil beide eine sehr anregenden Einfluss auf mich haben. Und nicht zuletzt nenne ich meine Familie, weil sie mir die Möglichkeit geboten hat, mein Hobby zu betreiben.

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Sabeltandkatten

Webseite über Säbelzahnkatzen von Kees van Hooijdonk

Frage: Sicherlich möchten viele Leser und Leserinnen dieses Interviews gerne noch mehr über Sie erfahren. Betreiben Sie eine Internetseite, wo man etwas über Sie und Ihre Arbeit nachlesen kann?

Antwort: Ich habe eine Internetseite über das Eiszeitalter und Eiszeittiere: http://www.ijstijd.net - Dort gibt es auch eine Webseite über Säbelzahnkatzen unter der Adresse http://www.ijstijd.net/sabeltandkatten/index.html

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Frage: Wenn Ihnen eine gute Fee einige Wünsche erfüllen könnte, was würden Sie sich von ihr wünschen?

Antwort: Ich glaube nicht so an gute Feen. Aber einen Wunsch habe ich doch: Allen Sammlern und allen Forschern von Fossilien wünsche ich viele schöne Funde und lehrreiche und entspannende Stunden im Feld! Wir alle haben ein sehr schönes Hobby.

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Die Fragen für das Interview stellte der Wiesbadener Wissenschaftsautor Ernst Probst, Betreiber des Weblogs http://wissenschafts-news.blog.de und Autor der Taschenbücher „Rekorde der Urzeit“, „Der Ur-Rhein. Rheinhessen vor zehn Millionen Jahren“ und „Höhlenlöwen. Raubkatzen im Eiszeitalter“

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Weblinks zum Thema:

Buch "De Sabeltandtijger uit de Noordzee" (Niederländisch)
http://www.sabeltandtijger.eu/?lang=nl

Buch "The Saber-toothed Cat of the North Sea" (Englisch)
http://www.sabeltandtijger.eu/?lang=en

Publikation von Kees van Hoojdonk: De Sabeltandkatten Homotherium en Megantereon (Felidae, Carnivora)
van de Plio-Pleis to cene site van Senèze (Haute Loire, Fr.)
http://www.ijstijd.net/cranium.pdf

Dienstag, 10. März 2009

Was ist ein Mosbacher Löwe?

Interview mit dem Wiesbadener Wissenschaftsautor Ernst Probst

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Frage: Was ist ein Mosbacher Löwe?

Antwort: Der Mosbacher Löwe ist eine riesige Raubkatze, die im Eiszeitalter vor etwa 600.000 bis 300.000 Jahren in Deutschland lebte. Der Name Mosbacher Löwe fußt darauf, dass rund 600.000 Jahre alte Reste dieser Raubkatze in der Gegend des ehemaligen Dorfes Mosbach zwischen Wiesbaden und Biebrich in Hessen entdeckt wurden. Mit einer Gesamtlänge bis zu 3,60 Metern gilt der Mosbacher Löwe als größter Löwe Europas und Deutschlands. Nur der Amerikanische Höhlenlöwe (Panthera leo atrox) aus der Zeit vor etwa 100.000 bis 10.000 Jahren übertraf ihn mit einer Gesamtlänge von maximal 3,70 Metern noch um einige Zentimeter. Aus den Mosbacher Löwen (Panthera leo fossilis) sind vor etwa 300.000 Jahren die Höhlenlöwen (Panthera leo spelaea) hervorgegangen. Der Mosbacher Löwe wurde 1906 von dem Mainzer Paläontologen Wilhelm von Reichenau erstmals wissenschaftlich beschrieben. Zahlreiche Funde dieses Löwen werden im Naturhistorischen Museum Mainz aufbewahrt.

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Literatur:
Ernst Probst: Höhlenlöwen. Raubkatzen im Eiszeitalter, München 2009

Samstag, 7. März 2009

Wie groß ist ein Höhlenlöwe?

Interview mit dem Wiesbadener Wissenschaftsautor Ernst Probst

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Frage: Wie groß ist ein Höhlenlöwe?

Antwort: über die Größe des Europäischen Höhlenlöwen mit dem wissenschaftlichen Namen Panthera leo spelaea gibt es in der Literatur sehr unterschiedliche Angaben.
Als Kopfrumpflänge werden 1,40 bis 2,20 Meter erwähnt, wozu noch der bis zu einem Meter lange Schwanz kommt. Als Schulterhöhe werden 0,90 bis 1,50 Meter genannt, wobei mir letzteres Maß als zu hoch erscheint. Das Gewicht besonders großer männlicher Höhlenlöwen soll mehr als 300 Kilogramm betragen haben. Heutige Löwen bringen es auf rund 1,90 Meter Kopfrumpflänge, wozu noch der bis zu 0,90 Meter lange Schwanz kommt. Das Gewicht heutiger Löwenmännchen beträgt bis zu 190 Kilogramm.

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Literatur:
Ernst Probst: Höhlenlöwen. Raubkatzen im Eiszeitalter, München 2009

Mittwoch, 4. Februar 2009

Was ist ein Chalicotherium?

Interview mit dem Wiesbadener Wissenschaftsautor Ernst Probst

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Frage: Was ist ein Chalicotherium?

Antwort: Chalicotherium heißt eine Gattung der so genannten krallenfüßigen Huftiere. Solche seltsam aussehenden Säugetiere lebten zum Beispiel im Obermiozän vor etwa zehn Millionen Jahren am Ufer des Ur-Rheins in Rheinhessen. Die Gattung Chalicotherium wurde nach Funden aus Eppelsheim (Kreis Alzey-Worms) in Rheinhessen von dem Darmstädter Paläontologen Johann Jakob Kaup (1803-1873) beschrieben und benannt. Chalicotherium war aufgerichtet bis zu drei Meter hoch.

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Lesetipp:
Ernst Probst: Der Ur-Rhein. Rheinhessen vor zehn Millionen Jahren, München 2009

Dienstag, 3. Februar 2009

Was ist das Dinotherium-Museum?

Interview mit dem Wiesbadener Wissenschaftsautor Ernst Probst:

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Frage: Was ist das Dinotherium-Museum?

Antwort: Das Dinotherium-Museum in Eppelsheim (Kreis Alzey-Worms) in Rheinland-Pfalz informiert über die Tierwelt am Ur-Rhein aus dem Obermiozän vor etwa zehn Millionen Jahren. Im Mittelpunkt der sehenswerten Ausstellung steht der 1835 bei Eppelsheim entdeckte Schädel des Rüsseltieres Deinotherium giganteum ("Riesiges Schreckenstier"), das auch Dinotherium, Hauer-Elefant oder Rhein-Elefant genannt wird. Das Dinotherium gehört zu einer der insgesamt fünf Arten von Rüsseltieren, die am Ur-Rhein lebten. Die Ablagerungen des Ur-Rheins heißen auch Dinotheriensande, weil sie oft Zähne und Knochen des Dinotheriums enthalten.

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Literatur:
Ernst Probst: Der Ur-Rhein. Rheinhessen vor zehn Millionen Jahren, München 2009

Montag, 2. Februar 2009

Was ist ein Dinotherium?














Dinotherium-Oberschädel von 1835 im Dinotherium-Museum in Eppelsheim. Foto: Ernst Probst

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Interview mit dem Wiesbadener Wissenschaftsautor Ernst Probst

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Frage: Was ist ein Dinotherium?

Antwort: Dinotherium ist der volkstümliche Name für ein ausgestorbenes Rüsseltier. 1929 beschrieb der Darmstädter Zoologe und Paläontologe Johann Jakob Kaup (1803-1873) erstmals dieses Tier und nannte es Deinotherium giganteum ("Riesiges Schreckenstier"). Damals wurde dieses Tier noch oft fehlgedeutet. Berühmt ist der Fund eines Oberschädels von Deinotherium giganteum, der 1835 bei Eppelsheim in Rheinhessen entdeckt wurde. Er ging als "Schreckenstier von Eppelsheim in die Annalen der Wissenschaft ein. Der Originalfund wird heute in einem Londoner Museum aufbewahrt. Abgüsse davon befinden sich in Museen von Basel, Darmstadt, Frankfurt am Main, Mainz und Eppelsheim, wo 2001 das Dinotherium-Museum eröffnet wurde. Die Ablagerungen des Ur-Rheins in Rheinhessen aus der Zeit vor etwa zehn Millionen Jahren werden als Dinotheriensande bezeichnet, weil sie oft Zähne und Knochen von Deinotherium enthalten.

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Ernst Probst ist Autor des Taschenbuches "Der Ur-Rhein. Rheinhessen vor zehn Millionen Jahren" (2009).

Donnerstag, 27. November 2008

Was fasziniert Sie an Mammuts?


















Dick Mol bei einer Ausgrabung. Foto: Wilrie van Logchem

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Interview mit Dick Mol, international anerkannter niederländischer Mammut-Experte aus Hoofddorp bei Amsterdam

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Frage: Was fasziniert Sie an Mammuts?

Antwort: Mammute kennt jeder. Aber es gibt sehr viele Annahmen, die nicht richtig sind. Diese falschen Annahmen möchte ich korrigieren. Nein, Mammute, und damit meine ich das Wollhaar- Mammut (Mammuthus primigenius) haben nicht in Schnee und Eis gelebt. Mammute sind Elefanten, brauchen sehr viel Futter, etwa 180 bis 200 Kilogramm am Tag, und das haben diese Tiere nicht auf verschneiten Tundren gefunden. Nein, Mammute sind gar nicht so groß, wie man denkt, und sie haben auf trockenen Grassteppen gelebt. Von England im Westen über ganz Europa, Asien bis nach Nord-Amerika gab es im Spätglazial der Weichsel-Eiszeit eine Mammut-Steppe: kalt und trocken. Bäume wuchsen kaum.

Weblink:
http://mammut-zeitung.blogspot.com

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Buch von Dick Mol in Deutsch:

Dick Mol / Christian de Marliave / Bernard Buigues: Mammutsuche in Sibirien.
Roseni Verlag, ISBN 3981046927
http://www.amazon.de/Mammutsuche-Sibirien-Dick-Mol/dp/3981046927

Montag, 24. November 2008

Wie hoch und schwer waren die größten Mammute?


















Dick Mol bei einer Ausgrabung. Foto: Wilrie van Logchem

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Interview mit Dick Mol, international anerkannter niederländischer Mammut-Experte aus Hoofddorp bei Amsterdam

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Frage: Wie hoch und schwer waren die größten Mammute?

Antwort: Während des Eiszeitalters (Pleistozäns) vor etwa 2,6 Millionen bis 11.500 Jahren vor heute hat es in Europa drei verschiedene Mammuts gegeben. Im Früh-Pleistozän das Südliche Mammut (Mammuthus meridionalis) mit einer Schulterhöhe von 4,20 Meter, im Mittel-Pleistozän das Steppenmammut (Mammuthus trogontheri) und im Spät-Pleistozän das Wollhaar-Mammut (Mammuthus primigenius). Davon ist das Wollhaar-Mammut das kleinste mit einer Durchschnitts-Schulterhöhe von etwa 2,60 Meter und einem Gewicht von etwa 4.000 bis 5.000 Kilogramm. Wir müssen aber berücksichtigen, dass bei Mammuts die männlichen Tiere erheblich größer als die weiblichen Tiere waren. Auch haben die männlichen Tiere größere, längere und mehr spiralförmig gekrümmte Stosszähne gehabt.

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Buch von Dick Mol in Deutsch:

Dick Mol / Christian de Marliave / Bernard Buigues: Mammutsuche in Sibirien.
Roseni Verlag, ISBN 3981046927
http://www.amazon.de/Mammutsuche-Sibirien-Dick-Mol/dp/3981046927

Mittwoch, 27. August 2008

Wo kann man Lieder von Ute Schönherr hören














Interview mit Ute Schönherr, deutsche Popsängerin mit Klassikausbildung und Botschafterin der Deutschen Rheuma-Liga

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Frage: Frau Schönherr, viele kleine Mädchen träumen davon, einmal erfolgreiche Sängerin zu werden - warum haben Sie dies im Gegensatz zu vielen anderen geschafft?

Antwort: Ich habe bisher in meinem Leben nie aufgegeben, bin nach jeder Niederlage wieder aufgestanden. Die Frage ist nicht, wie oft Du k.o. gehst, sondern wieviel Du einstecken kannst. Kämpfer kämpfen und ich bin kein Dulder.

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Frage: In Ihrer Vita ist zu lesen, dass Sie Gesang studiert und in Amerika erfolgreich mit namhaften Produzenten zusammengearbeitet haben. Außerdem erfährt man, dass Dieter Bohlen nach Ihrer Rückkehr auf Sie aufmerksam wurde und eine Ballade für Sie komponierte und produzierte – spielten Zufall und Glück gelegentlich eine Rolle bei Ihrer Traumkarriere?

Antwort: Zufall und Ehrgeiz spielen in meinem Leben eine große Rolle. Glück ist eher eine unbekannte Komponente in meinem Leben

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Frage: Welche Ihrer Lieder gefallen Ihnen selbst am besten und warum?

Antwort: “Sometimes it rains“ ist mein absoluter Favorit. Die Aussage des Songs und die Musik, sprich das Arrangement, spiegeln meine Lebensphilosophie wieder. Manchmal regnet es auf Dich, manchmal schüttet es, doch irgendwann klopft ein Engel an Deine Tür ... Nie vergessen, irgendwann wird alles wieder besser!

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Frage: Dreht sich Ihr ganzes Leben um Musik oder haben Sie auch ganz andere Hobbys?

Antwort: Menschen; Leben; miteinander reden; Kino; shopping J; Fernsehen; meine Hunde; Schlagzeug spielen

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Frage: Künstler/innen und andere Prominente leiden oft mehr oder weniger stark darunter, dass sie von wildfremden Menschen mit unterschiedlichsten Wünschen behelligt werden – wie ist das bei Ihnen?

Antwort: Nach der Zusammenarbeit mit Dieter Bohlen kamen schon unmögliche Anfragen ... So sind Menschen
Oder eine Sängerin im Rollstuhl braucht doch keine Gage, sie kann doch dankbar sein, dass man sie auftreten ließe ...

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Frage: Sind Sie mit der Berichterstattung deutscher Medien über Sie immer einverstanden?

Antwort: Es geht so ... Die Wörter wie: Behinderung; schwerkrank oder der immer erwähnte Rollstuhl nerven mich sehr. Ich will doch nur mit meiner gesanglichen Leistung punkten. Im Rollstuhl zu sitzen, ist keine Leistung, sondern nur ein Stuhl mit Rädern J

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Frage: Sie litten bereits im Alter von drei Jahren unter Rheuma, mit zwölf verschlimmerte eine misslungene Knieoperation Ihre Lage und Sie sind seit Ihrer Kindheit an den Rollstuhl gefesselt – was gab Ihnen die Kraft, Ihr Schicksal bewundernswert mit Musik und Lebensfreude zu meistern?

Antwort: Humor! Ich bin wohl mit einem Lächeln auf die Welt gekommen und dankbar für jeden Tag, den ich erlebe. Das Leben ist doch so schön und wirklich das Einzige auf der Welt, was wir umsonst bekommen. Liebe; Glück; Dankbarkeit; Vorfreude auf alles was jetzt ist und noch kommt.

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Frage: Können Sie Ihr Rheuma etwas unternehmen?

Antwort: Ignorieren! Ich mache jeden Tag Gymnastik, lebe nach einer Diät, um leicht zu bleiben. Das ist es aber auch ... Stehe auf und wandle, dass wird eher nicht passieren.

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Frage: Seit September 2007 treten Sie als Sängerin öffentlich für die Deutsche Rheuma-Liga in Shows und Talkrunden auf und engagieren sich für die Belange rheumakranker Menschen – wie sind die Reaktionen darauf?

Antwort: Gut. Kritik bekommt doch immer und selten gute Meinungen ... Und dazu noch die ungefragten Kommentare ... Keep smiling. Generell will ich immer mehr versuchen, mehr erreichen, als mir gestattet wird.

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Frage: Sind die Menschen in Deutschland ausreichend über Rheuma aufgeklärt?

Antwort: Nein. Weder gibt es genügend Fachärzte, noch genügend Aufklärung über die 400 verschiedenen rheumatischen Erkrankungen, die in jeden Alter vor allem auch bei Kindern auftreten können.

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Frage: Werden die Interessen der Rheumakranken in Deutschland in Politik und Gesellschaft ausreichend berücksichtigt?

Antwort: Nein, nicht im geringsten. Als älteste und zweitteuerste Krankheit der Welt ist Rheuma das Stiefkind in der Politik, der Gesellschaft und leider auch in den Medien. Sie wird meist in ihren Auswirkungen unterschätzt (nicht tödlich z.B., was nicht stimmt) als Altersgebrechen abgetan und für zu unspektakulär angesehen.

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Frage: Sie machen mit Ihrem Engagement für die Deutsche Rheumaliga vielen rheumakranken Menschen wieder Mut – brauchen Sie selbst gelegentlich jemand, der Ihnen Mut zuspricht?

Antwort: Es gibt nur einen Menschen in meinem Leben, auf den ich mich immer 100 % verlassen kann. Das bin ich selber.

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Video: "Ute Schönherr - Sad, Sad Love (Slide-Show)" von "AsteRMXs" bei Youtube
http://de.youtube.com/watch?v=_SZzq75yyL4

Non-profit production of Dieter Bohlen for Ute - visit http://www.uteute.de

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Frage: Sicherlich möchten Leser/innen dieses Interviews noch mehr über Sie und Ihre Arbeit erfahren – unter welchen Internetadressen ist die möglich?

Antwort:
http://www.uteute.de
http://www.uteute.com
http://www.myspace.com/uteusa

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Frage: Sie sind eine begehrte und geschätzte Interviewpartnerin, gibt es eine Frage, die man Ihnen zu Ihrem Bedauern bisher nicht gestellt hat?

Antwort: Ja! Warum hören wir Ihre Musik / Songs nur im Internet und können sie auch dort nur kaufen? Meinen Sie, dass sie wegen des Rollstuhls von deutschen Plattenfirmen abgelehnt werden, es deswegen nie zu einem Plattenvertrag gekommen ist?

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Frage: Wenn Ihnen eine gute Fee einige Wünsche erfüllen könnte, was würden Sie ihr sagen?

Antwort: Für alle Menschen, die es brauchen, ein wenig mehr Dankbarkeit. Es gibt so vieles im Leben, für das man dankbar sein sollte.
Für alle Kinder dieser Welt: keine Schmerzen, keinen Hunger, ohne irgendwelche gewaltsame Handlung von dritter Hand.
Einen Früherkennungstest für Rheuma.
Mich selber im Radio singen zu hören.

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Frage: Gibt es im Internet eine Adresse, unter der man Lieder von Ihnen hören kann?

Antwort: http://www.myspace.com/uteusa
(kostenlos)

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Die Fragen für das Interview stellte der Wiesbadener Journalist Ernst Probst, der zusammen mit seiner Frau Doris Probst das Interview-Weblog http://interview-weblog.blogspot.com betreibt

Dienstag, 26. August 2008

Wie wird man Traumberaterin?


















Interview mit der Traumberaterin Marianne Masters aus Frankfurt am Main – http://traumkladde.twoday.net

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Frage: Frau Masters, wie wird man Traumdeuterin?

Antwort: Meine Eigenbezeichnung lautet Traumberaterin, denn es geht mir in erster Linie nicht darum, einen Traum über den Kopf des Träumers hinweg zu deuten, sondern ich möchte den Träumer bis zu seiner eigenen Deutung begleiten und ihn auf diesem Weg unterstützen.

Mein Traumweg begann etwa 1995. Damals begann ich, mich an meine Träume regelmäßig zu erinnern und sie schriftlich festzuhalten. Bald las ich die ersten Bücher über Träume, besuchte Kurse und Vorträge zu dem Thema und setzte das Gelernte und Erfahrene um, indem ich mit meinen Träumen arbeitete. Im Jahr 2001 – ich hatte gerade das Internet für mich entdeckt und suchte natürlich auch etwas über Träume – entdeckte ich die Website des Psychologen Konrad Lenz – http://www.traumpraxis.eu. Ich nahm sein Traumdeutungsangebot in Anspruch und war von dem Ergebnis beeindruckt. Gleichzeitig erfuhr ich von der Mailingliste auf http://www.traumonline.eu, die von Konrad Lenz und dem Psychologen und Autor Klausbernd Vollmar moderiert wurde, und trat dieser bald bei. Es eröffneten sich neue Blickwinkel während der gemeinsamen Traumarbeit mit anderen Interessierten – ein bewegender Austausch, der gleichzeitig viel von dem vermittelte, wie man sich der Bedeutung eines Traumes annähern kann. Nachdem diese Mailingliste aufgelöst worden war, gründete ich im Februar 2003 eine eigene Mailingliste; den "Traumtempel" bei YahooGroups – http://de.groups.yahoo.com/group/Traumtempel
Im Jahr 2005 machte ich einen Fernlehrgang bei Traumonline; die strukturierte Traumarbeit auf diesem Wege fand ich spannend und lehrreich. Die Vielfalt der Methoden, die dort angeboten wurden, machten mich in professioneller Hinsicht sicherer. Im Februar 2008 gründete ich noch eine zweite Mailingliste, die besonders engagierten Traumarbeitern vorbehalten ist: http://de.groups.yahoo.com/group/Traumbaum

Immer wieder wurden und werden Träume an mich herangetragen, mit der Frage nach deren Bedeutung. Oft wurde ich gefragt: Warum machst du das nicht beruflich? Nun ja, der Markt ist klein, und ein wenig Bedenken hatte ich schon, als ich in diesem Sommer das Gewerbe angemeldet habe. Doch letztlich ist meine Freude auf diesem Weg entscheidend.

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Frage: Ist Traumberaterin Ihr Beruf oder Ihr Hobby?

Antwort: Traumarbeit ist mein Hobby, meine tägliche Psychohygiene. Doch noch mehr Freude macht die Traumarbeit mit anderen Menschen. Gemeinsam die Bedeutung ergründen, das mag ich, das belebt mich. Es ist immer wieder schön, einen Menschen dabei zu begleiten, weil es meist zu einem positiven Resultat kommt. Das meine ich in dem Sinne, dass beispielsweise ein beängstigender Traum auf diesem Weg sein Dunkles verlieren kann, dass man auf diesem Wege seine Fähigkeiten und sein Potenzial erkennen und dann auch entfalten kann. Erkenntnis ist ein Gewinn. Deshalb biete ich Traumberatungen an.

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Frage: Wenn jemand immer wieder vom selben Thema träumt, was hat dies zu bedeuten?

Antwort: Wenn sich ein Thema wiederholt, ist das ein deutlicher Hinweis darauf, dass der Träumer etwas verdrängt, oder dass ihm etwas nicht bewusst ist, was für seine Entwicklung und Gesundheit von Wichtigkeit ist. Da diesem Thema im Wachleben nicht genügend Aufmerksamkeit geschenkt wird, drängt es sich im Traum immer wieder auf. Und damit bekommt der Träumer wiederholt die Gelegenheit, das Problem zu erkennen und die Chance, es konstruktiv für sein Leben umzusetzen.

In manchen Fällen mag ein hartnäckiges Trauma vorliegen, so dass die Träume nicht eher ablassen, bis man sich professionelle psychotherapeutische Hilfe gesucht hat.

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Frage: Sie wuchsen im Künstlerdorf Worpswede auf, leben seit kurzem in Frankfurt am Main, reisen aber manchmal in Ihren Träumen nach Worpswede zurück, hat das einen Grund?

Antwort: Ja, auch heute noch kehre ich manchmal nach Worpswede oder anderen Orten meiner Vergangenheit zurück. Kurz nach dem Umzug nach Frankfurt kam das noch häufiger vor – es dauert offenbar etwas länger, bis die Seele angekommen ist. Zudem wird ja Aktuelles verarbeitet und der Abschied von Vertrautem und Gewohntem ist etwas, das man psychisch erst einmal verarbeiten muss. Die Träume leisten einen Teil dieser Arbeit, während man schläft. Weil man in seinem alten Umfeld viele Erfahrungen gesammelt hat, bildet der Traum diese auch dort ab. Aber es muss nicht unbedingt ein Umzug sein, der zurück an Orte der Vergangenheit führt. Die Kindheit prägt uns, und oft genug reagieren wir auch heute noch aus diesen alten Mustern heraus, ohne dass es uns bewusst wäre. Der Traum führt uns Vergangenes vor Augen, damit wir im Jetzt erkennen können, wo unser Handeln seine Wurzeln hat; vor allem wenn die Vergangenheit noch nicht abgeschlossen ist und dort noch gebundene Energie, also Entwicklungspotenzial liegt.

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Frage: Wie viele Träume werden im „Nächtebuch“ Ihres Weblogs „Traumkladde“ geschildert?

Antwort: Oh, da musste ich selbst gerade nachschauen. Es sind über 1750 Träume online zu lesen. Gleich werden zwei weitere Träume hinzukommen; nämlich die der letzten Nacht.

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Frage: Im „Traumtagebuch“ Ihres Blogs notieren Sie manchmal mehrere Ihrer Träume aus der vorigen Nacht, um sie mit anderen zu teilen, haben Sie einen Lieblingstraum?

Antwort: Einen speziellen Lieblingstraum habe ich nicht. Aber am schönsten zu erzählen finde ich die märchenhaften oder fantastischen Träume.

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Frage: Im Blog „Traumkladde“ gibt es Kommentare zu den Träumen, welche Inhalte haben diese?

Antwort: Je nachdem, was die Träume so zutage befördern, gibt es manchmal Reaktionen dazu. Manche sind witzig, manche bringen den Traum auf einen unvermuteten Punkt oder regen zu anderen Gedanken an. Manchmal ist es ein netter Gruß im Vorübergehen. Ich freue mich über jede Reaktion.

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Frage: Erhalten Sie viele Anfragen von Menschen, die wissen wollen, welche Bedeutung Ihre Träume haben?

Antwort: Nein, so direkt fragt selten jemand – auch wenn es manchen interessieren mag. :-)

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Frage: Wovon träumen nach Ihren Erfahrungen die meisten Menschen?

Antwort: Beziehungsthemen sind ein häufiges Traumthema – was aber auch daran liegen mag, dass die Beziehungen der Traumgestalten untereinander viel darüber erzählen, in welcher Beziehung unsere inneren Anteile stehen, die ja von den Traumpersonen repräsentiert werden. Innere Uneinigkeit kann sich im Traum widerspiegeln.

Die Traumthemen sind auch an Zeit und Kultur gebunden. Menschen in der heutigen Zeit träumen beispielsweise oft von modernen Transportmitteln wie Autos, Schiffen, Flugzeugen; wogegen die Menschen früherer Zeit mehr von Pferden, Kutschen oder Eseln träumten. Allen Menschen gemeinsame häufige Themen sind beispielsweise Sex und archetypische Mythen, wobei letztere modernen Menschen manchmal befremdlich religiös oder archaisch vorkommen.

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Frage: Schläft man besser, wenn man Träume hat oder wenn man keine hat?

Antwort: Träume haben wir jede Nacht. Die Frage ist: erinnern wir uns an diese? Schlafe ich besser, wenn ich mich an Träume erinnere oder wenn ich mich nicht an sie erinnere? Ich meine, der Schlaf ist gleich gut. Allerdings könnte der Schlaf dadurch beeinträchtigt werden, wenn man einen gewissen Ehrgeiz entwickelt und sich an alle Träume erinnern will. Denn mit dem Erinnern allein ist es nicht getan. Träume sind so flüchtig, sie müssen schriftlich oder mündlich festgehalten werden. Das bedingt natürlich, den Schlaf dafür zu unterbrechen. Geschieht dies häufiger und über einen längeren Zeitraum, so erlebe ich den Schlaf als weniger erholsam.

Aus anderer Sicht geantwortet: Wenn man regelmäßig mit seinen Träumen arbeitet, dann schläft man meiner Erfahrung nach besser. Einfach aus dem Grund, weil dann Alpträume verhältnismäßig selten auftauchen und man mehr mit sich im Reinen ist.

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Frage: Die Tageszeitung „Frankfurter Neue Presse“ hat Ihr Weblog http://traumkladde.twoday.net wohlwollend vorgestellt, haben auch andere Medien über Sie berichtet?

Antwort: Bisher nicht, doch was nicht ist, kann ja noch werden.

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Frage: Auf welchen Internetseiten kann man mehr über Sie erfahren?

Antwort: Derzeit bin ich damit beschäftigt, eine eigene Internetpräsenz aufzubauen. Auf diesen Seiten wird man auch mehr über mich und mein Angebot erfahren können. Sie finden es unter http://www.somnios.de

Fast hätte ich vergessen, meinen Podcast-Blog zu erwähnen. Das liegt daran, dass ich in letzter Zeit nicht dazu kam, damit weiterzumachen. Wer mich hören möchte, kann dies dort tun: http://traum-zeit.podspot.de - So etwas ist auch ein Beispiel für kreative Traumarbeit. Auf diese Weise bekommt man, ganz bequem nebenbei, noch einmal einen anderen Zugang zum Traum; womöglich sogar mit dem entscheidenden Aha-Effekt.

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Frage: Haben Sie vor, ein Buch über Traumdeutung zu schreiben?

Antwort: Ein Buch über Traumdeutung eher nicht. Was mir manchmal so durch den Kopf geistert, ist die Möglichkeit, ein Buch mit Traumverdichtungen und Traumbildern zu gestalten. Konkrete Formen hat das bisher noch nicht angenommen. Das mag daran liegen, dass ich mich zum Schreiben nicht wirklich berufen fühle, wenngleich ich sehr gerne schreibe.

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Frage: Wenn Ihnen eine gute Fee Wünsche erfüllen könnte, was würden Sie ihr sagen?

Antwort: Ich wünsche mir Gesundheit, mehr Gelassenheit, Mut und Weisheit. Sie meinten doch die Fee mit den vier Wünschen, oder?

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Die Fragen für das Interview stellte der Wiesbadener Journalist Ernst Probst – http://interview-weblog.blogspot.com und http://internet-zeitung.blogspot.com